Aus- & Fortbildung am Daseinsanalytischen Institut
Fachspezifische Ausbildung
Das Fachspezifikum ist eine mehrjährige Ausbildung, die dem österreichischen Psychotherapiegesetz nach auf das psychotherapeutische Propädeutikum folgt und abschließt mit dem Titel “Daseinsanalytische:r Psychotherapeut:in”. Diese Ausbildung befähigt in Österreich zur Ausübung des Berufes Psychotherapeut:in. Hier finden Sie verschiedene Informationen zur Ausbildung, wie etwa zum Curriculum, zu den Kosten, zu den Lehrenden etc.
Die Daseinsanalyse kennenlernen
Das Österreichische Daseinsanalytische Institut (ÖDAI) veranstaltet regelmäßig Informationsabende, Selbsterfahrungsgruppen und Vorträge, die es ermöglichen, die Daseinsanalyse und die psychotherapeutische Ausbildung genauer kennenzulernen.
Erfahren Sie hier mehr über die Veranstaltungen:
Fortbildungen
Das Österreichische Daseinsanalytische Institut veranstaltet regelmäßig Seminare, Tagungen und Vorträge im Bereich Daseinsanalytischer Psychotherapie, Phänomenologie und Philosophie. Inhaltlich finden sich darunter bspw. Themen wie: Traumauslegung, Leiblichkeit, Mitsein, Sammlung etc. Diese Fortbildungen richten sich an interessierte Therapeut:innen aller Richtungen und können auch als Fortbildung im Sinne der Fort- und Weiterbildungsrichtlinie des Psychotherapiegesetzes angerechnet werden.
Fragen zum Fachspezifikum am ÖDAI in Wien
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Das Fachspezifikum ist die fachspezifische psychotherapeutische Ausbildung am Österreichischen Daseinsanalytischen Institut in Wien. Es vermittelt die theoretischen, praktischen und persönlichen Grundlagen für eine eigenständige psychotherapeutische Tätigkeit nach daseinsanalytischen Gesichtspunkten.
Die Ausbildung verbindet philosophische und anthropologische Grundlagen mit psychopathologischem Wissen, therapeutischer Haltung, eigener Lehranalyse, praktischer Tätigkeit und Supervision. Sie schließt mit der Diplomierung als daseinsanalytische:r Psychotherapeut:in ab.
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Der erste Schritt zum Fachspezifikum am ÖDAI in Wien ist die Einsendung folgender Unterlagen :
ein ausführlicher Lebenslauf,
ein ein- bis zweiseitiges Motivationsschreiben,
das Abschlusszeugnis des psychotherapeutischen Propädeutikums.
Darüber hinaus finden drei Aufnahmegespräche mit Lehranalytiker:innen des ÖDAI statt. Vor dem eigentlichen Ausbildungsbeginn ist außerdem die Teilnahme an einem Blockseminar vorgesehen.
Da die aktuellen gesetzlichen Übergangsregelungen maßgeblich sind, empfehlen wir Interessent:innen ihre individuelle Zugangssituation direkt mit uns zu klären.
Mehr Infos erfahren Sie unter: https://www.daseinsanalyse.at/informationen-fachspezifikum#aufnahme
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Das Aufnahmeverfahren beginnt mit einer schriftlichen Bewerbung bei der Ausbildungskommission des ÖDAI. Nach positiver Vorbegutachtung folgen drei Aufnahmegespräche, in denen die persönliche Eignung, die Motivation für die Psychotherapie und die Wahl der Daseinsanalyse sowie die Bereitschaft zur Selbstreflexion besprochen werden.
Anschließend erfolgt die Entscheidung durch die Ausbildungskommission. Vor dem Ausbildungsbeginn ist die Teilnahme am vorgesehenen Blockseminar verpflichtend. Die schriftliche Rückmeldung zur Aufnahmeentscheidung erfolgt laut Website innerhalb von zwei Wochen nach Abschluss der Aufnahmegespräche.
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Ein Interesse an philosophischen Fragestellungen und an der daseinsanalytischen Denkweise ist für die Ausbildung wichtig. Die theoretischen und methodischen Grundlagen werden im Rahmen des Curriculums vermittelt.
Entscheidend ist nicht allein vorhandenes Wissen, sondern auch die Bereitschaft, sich mit den Grundlagen der Daseinsanalyse auseinanderzusetzen und die eigene Haltung zur psychotherapeutischen Arbeit zu reflektieren.
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Das ab 2026 überarbeitete Curriculum umfasst mehrere miteinander verbundene Bereiche:
Lehranalyse: vertiefte Auseinandersetzung mit dem eigenen Erleben und der eigenen therapeutischen Haltung.
Theoretische Ausbildung: philosophische, anthropologische, psychopathologische und methodische Grundlagen.
Praktische Ausbildung: psychotherapeutische Tätigkeit und Praktikum im Gesundheits- und Sozialwesen.
Supervision: fachliche Begleitung und Reflexion der eigenen therapeutischen Arbeit.
Diplomierung: Nachweis der theoretischen, praktischen und persönlichen Befähigung.
Die entsprechenden Stundenanzahlen finden Sie auf: https://www.daseinsanalyse.at/informationen-fachspezifikum#
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Die Lehranalyse ist ein zentraler Bestandteil der daseinsanalytischen Ausbildung. Sie ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem eigenen Dasein, den persönlichen Beziehungserfahrungen und dem eigenen Welt- und Selbstverständnis.
Sie dient dazu, die persönliche und therapeutische Haltung weiterzuentwickeln und eine Grundlage für die spätere psychotherapeutische Tätigkeit zu schaffen.
Die Lehranalyse findet im Einzelsetting bei einer vom ÖDAI anerkannten Lehranalytikerin oder einem anerkannten Lehranalytiker statt. Laut dem veröffentlichten Curriculum beträgt der Mindestumfang 300 Stunden. Ihre Inhalte unterliegen strikter Vertraulichkeit und sind nicht Gegenstand formaler Bewertungen durch die Ausbildungskommission.
Ausführliche Informationen über die Lehranalyse finden sie hier.
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Das veröffentlichte Curriculum sieht mindestens 900 Stunden selbstständige psychotherapeutische Tätigkeit sowie ein psychotherapeutisches Praktikum von mindestens 550 Stunden vor. Ein Teil des Praktikums muss innerhalb eines Jahres in einer facheinschlägigen Einrichtung des Gesundheitswesens absolviert werden.
Zusätzlich ist Daseinsanalytische Supervision vorgesehen, in der die eigene therapeutische Arbeit fachlich reflektiert und begleitet wird. Auch das Praktikum muss von einer Daseinsanalytischen Supervision begleitet werden.
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Dieser Status bezeichnet eine Ausbildungsphase, in der Kandidat:innen bereits psychotherapeutisch tätig sind, ihre Arbeit aber im Rahmen der Ausbildung regelmäßig supervidieren lassen.
Die Supervision dient der fachlichen Qualitätssicherung, der Reflexion des therapeutischen Vorgehens und der Weiterentwicklung der eigenen therapeutischen Haltung. Die Tätigkeit erfolgt im Rahmen der dafür geltenden gesetzlichen und fachlichen Voraussetzungen.
Der Übergang in den “Status” ist in etwa nach zwei Jahren möglich.
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Die Ausbildung ist mehrjährig angelegt. Die tatsächliche Dauer hängt unter anderem vom individuellen Ausbildungsverlauf, von der Lehranalyse, der praktischen Tätigkeit, den Supervisionsleistungen und den weiteren Anforderungen des Curriculums ab.
Es sollte mit einer Mindestdauer von etwa 6 Jahren gerechnet werden. In einem direkten Beratungsgespräch können Sie mehr über die beeinflussenden Faktoren erfahren.
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Die Gesamtkosten setzen sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen, insbesondere aus Lehrveranstaltungen, Lehranalyse, Supervision und weiteren ausbildungsbezogenen Leistungen.
Wir haben Ihnen unter Informationen zum Fachspezifikum eine eigene Kostenaufstellung zur Verfügung. Da sich die Kosten je nach individuellem Verlauf und den in Anspruch genommenen Leistungen unterscheiden können, empfiehlt es sich, die aktuelle Kostenaufstellung genau zu prüfen und offene Fragen direkt mit dem Institut zu klären.
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Für die Diplomierung sind verschiedene theoretische, praktische und schriftliche Leistungen nachzuweisen. Dazu gehören zwei schriftliche Arbeiten (entweder zwei Falldarstellungen oder eine Falldarstellung und eine Theoriearbeit), eine Klausurarbeit zur Daseinsanalytischen Traum-Auslegung, ein Abschlussgespräch sowie ein wissenschaftlicher Vortrag oder ein publizierter Text in einem anerkannten wissenschaftlichen Medium, wie bspw. dem Daseinsanalytischen Jahrbuch.
Darüber hinaus müssen die erforderlichen Nachweise über die absolvierten Lehrveranstaltungen, die Lehranalyse, die praktische Ausbildung und die Supervision vorgelegt werden. Nach erfolgreichem Abschluss und bestandener Prüfung wird das Diplom als daseinsanalytische:r Psychotherapeut:in verliehen.
Ethikkodex des ÖDAI
Die Beziehung zwischen Daseinsanalytiker:in und Analysand:in/Klient:in/Patient:in ist das Grundelement des therapeutischen Tuns. In solch einer intensiven Beziehung werden tiefe Ebenen 1einer hilfesuchenden bzw. in Ausbildung befindlichen Person in all ihren existenziellen Seinsweisen zur Sprache gebracht. Diese besondere, möglichst unzensurierte Offenheit in der gemeinsamen Beziehung stellt eine große Herausforderung dar und kann mit einer erhöhten Vulnerabilität einhergehen. Es ist auch zu betonen, dass Analysand:in/Klient:in/Patient:in eine erhöhte Vulnerabilität durch die je eigene Geschichte unter Umständen schon mitbringen. Die therapeutische Beziehung muss daher in besonderer Weise geschützt werden und frei sein von jeglicher Form eines Machtgebrauches/Machtmissbrauches.
Dieser Ethikkodex gilt für alle Mitglieder des Österreichischen Daseinsanalytischen Instituts.